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Motorausbruch reparieren
#1
Hallo zusammen,
ich habe einmal dokumentiert, wie ich einen Ausbruch aus dem Motorgehäuse im Bereich der Kabeldurchführung repariert habe.

Grüße Thomas


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#2
saubere Sache, eine Alternative zum Aluschweissen was ja doch nicht jeder kann.

Gute Anleitung  Daumhoch
"I am not rich, so I cannot afford to buy cheap"
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#3
Toole Idee, Daumhoch

Super gelöst.

Rainer
Gruß Rainer

ZWEI Takte sind oft erholsamer als VIER

Zündapp Sport Combinette 517-02
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#4
Echt klasse!

Aber wie ist denn die Stabilität? Hat das Gehäuse hier hohe Belastungen auszuhalten?

Gruß moppel
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#5
(08.05.2012, 20:22)Moppel link schrieb:Echt klasse!

Aber wie ist denn die Stabilität? Hat das Gehäuse hier hohe Belastungen auszuhalten?

Gruß moppel

Hallo Moppel,

deswegen habe ich den Winkel drunter gemacht, der im zusammengebauten Zustand noch von der Motorhalterung mitgehalten wird. Einen Vibrationstest habe ich natürlich noch nicht machen können, ist ja noch auseinandergebaut. Das erhärtete Kaltmetall ist jedenfalls "knüppelhart".

Grüße Thomas
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#6
Danke für die schnelle Antwort.

Gruß Moppel
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#7
Moin Moin Thomas,

in der Tat eine gute Arbeit!  Daumhoch

Aber Fragen werfen sich mir da noch auf.  Den Winkel,
so wie es aussieht hast Du den "mitverkittet".  Ich fürchte der
bildet so, da an der Motorhalterung nicht fest verbunden, eine
natürliche Vibrationsbrücke, kann ich mir vorstellen.
Wenn da mal ein Sandkorn oder so zwischengerät,
bauen sich auch noch Verspannungen auf, die bestimmt
einem erneuten Abbrechen förderlich sind.

Warum hast Du den Winkel links, also zur Bruchkante hin
so weit wieder ausgeschnitten?

Und hier noch meine Ideen um Stabilität noch weiter zu steigern.
Bei der Größenordnung wäre evtl ein tragendes Gitter
gut.  Siehe Stahlbetonbau, nur eben in Klein, vielleicht
mit Hasendraht oder so.
Dazu kann man dann vielleicht auch noch  1 mm oder 0,5 oder so
Bohrungen in die Bruchkante treiben, in diese das Kaltmetall
einarbeiten (sofern überhaupt in der Form bearbeitbar, sorry kenne mich
mit dem Zeug nicht aus, oder dann Stifte einsetzen.
Oder auch noch anders, entlang der Bruchkante ganz nah am Rand,
um die Kaltmetallmasse sozusagen überlaufend und umschließend
anzusetzen.  Hm, war das so verständlich?

Nichts desto Trozt und nochmal erwähnt, eine schöne Arbeit!

grüßt
Frank


-  bin ich ölich  -  bin ich fröhlich  -
Wer die Dummköpfe gegen sich hat verdient Vertrauen.(Jean Paul Sartre)
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#8
Hallo Frank,

(09.05.2012, 07:48)mopelfeuerer link schrieb:Aber Fragen werfen sich mir da noch auf.  Den Winkel,
so wie es aussieht hast Du den "mitverkittet".  Ich fürchte der
bildet so, da an der Motorhalterung nicht fest verbunden, eine
natürliche Vibrationsbrücke, kann ich mir vorstellen.
Wenn da mal ein Sandkorn oder so zwischengerät,
bauen sich auch noch Verspannungen auf, die bestimmt
einem erneuten Abbrechen förderlich sind.

Könnte sein, allerdings ist der Teil des Winkels an der Motorhalterung so fest dran, dass ich hoffen kann, dass das nicht passiert.

Zitat:Warum hast Du den Winkel links, also zur Bruchkante hin
so weit wieder ausgeschnitten?

Zuerst war das anders (s. Bild unten). Da drohte die Gefahr, dass die umschließende Masse mit dem Polrad in Berührung kommt. Jetzt ist die Masse dort etwas "schlanker".

Zitat:Und hier noch meine Ideen um Stabilität noch weiter zu steigern.
Bei der Größenordnung wäre evtl ein tragendes Gitter
gut.  Siehe Stahlbetonbau, nur eben in Klein, vielleicht
mit Hasendraht oder so.

Dass die Masse in sich bricht, glaube ich nicht. Kritisch sind die Übergänge, da würde ich beim nächsten Mal Deine Vorschläge:

Zitat:Dazu kann man dann vielleicht auch noch  1 mm oder 0,5 oder so
Bohrungen in die Bruchkante treiben, in diese das Kaltmetall
einarbeiten (sofern überhaupt in der Form bearbeitbar, sorry kenne mich
mit dem Zeug nicht aus, oder dann Stifte einsetzen.
Oder auch noch anders, entlang der Bruchkante ganz nah am Rand,
um die Kaltmetallmasse sozusagen überlaufend und umschließend
anzusetzen. 

umsetzen.

Zitat:Hm, war das so verständlich?

Ja!

Zitat:Nichts desto Trozt und nochmal erwähnt, eine schöne Arbeit!
Danke

Grüße Thomas



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#9
also nach wie vor, gute Beschreibung.

Aber Leute Leute.... 0,5mm Bohrung in eine unebene Bruchkante bohren?????  Lachend

Mal ehrlich. Und vorher glattschleifen wär erst recht kontraproduktiv, ist die Rauhigkeit doch Bindungserhöhend.

Nee, nee, das ist gut so.
Mein Tip: die linke Kante, also die die zum Kickstarterdeckel hin weist sollte 100%ig 1 bis 2 Zehntel zurückgenommen sein, steht sie leicht vor können Schubspannungen vom später angeschraubten Deckel die Reparaturstelle ganz leicht zerstören.
Ansonsten bekommt die Stelle kaum Last ab. Thermisch stabil ist das Zeug auch, hab an nem Motorrad damit mal ambulant die Guss-Ölwanne abgedichtet, hielt viele tausend Kilometer bis zur Stilllegung drr Maschine.
"I am not rich, so I cannot afford to buy cheap"
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#10
Hallo Kai,

ich hatte es so verstanden nicht die Bohrung "In" die Bruchkante, sondern kurz daneben in das intakte Gehäuse zu machen. Mit etwas Überlappung würde das Kaltmetall dann durch die Löcher sich festkrallen.
Aber ich lass es eh mal so und werde Euch berichten, wie lange es hält.

Grüße Thomas
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#11
Hi, deine Anleitung rettet meiner Zündapp vielleicht das Leben!
Welche Kaltmetall Knetmasse hast du denn genommen, es gibt hier sehr viele Hersteller und Preisklassen. Wie ist deine Erfahrung seit Mai? Hält alles noch?

Ich habe vor 15 Jahren eine KS Super erstanden. Jetzt habe ich vor, sie zu restaurieren, und letzte Woche entdeckt, dass jemand mit Gewalt und einem Schraubenzieher zwei Löcher in den Motorblock gestoßen hat.... Wünscht mir Glück, dass nicht noch mehr ist!
Gruß,
Michael
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#12
Ich habe nun auch einen Ausbruch an einer Kabeldurchführung repariert.
Den Aluwinkel habe ich allerdings so bearbeitet das er hinter dem Polrad verschwindet.


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"Die Lippen des Unvernünftigen lassen sich auf Zank ein und sein Mund selbst ruft nach Schlägen!" Sprüche Salomos 18.6
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#13
Servus

saubere Lösungen  Daumhoch Daumhoch Daumhoch

Ich hab ähnlich repariert - leider hab ich keine Bilder gemacht

Meine Methode:

Ausfräsen der beschädigten Bruchstelle und Einsetzen eines rechteckigen Passtückes mit Überlappungen innen.
dieses Passtück wird dann von innen ans Gehäuse angenietet, die Überlappungsstelle wird mit 2-K Kleber hinterfüllt.
Damit ist an der Oberfläche ausser einer kleinen Linie, die vom Zylinder überdeckt wird nichts mehr sichtbar

Wenn ich das nächste Gehäuse repariere mache ich Bilder davon

Grüsse

Rupert
GS50   510-224 - 1962
GTS50 517-40L5 - 1975
GTS50 529-023 - 1978
GTS50 WC 529-029 - 1979
KS50      517-06L7 - 1968
KS50 SS 517-20L2 - 1968
KS50 SS 517-20LC - 1970
KS50 SS 517-20LR - 1972
KS50 SS 517-20LS - 1973
KS50 Cr 517-51 LA - 1974
KS50 SS 517-51LB - 1973
KS50 SS 517-51LG - 1975
KS50 WC 517-52L0 - 1975
KS50 SS 517-53 LB - 1976
KS50 WC 530-01 Sport - 1978
KS80 Sport 537-011 - 1985 
KS160 Sport (Prototyp)
Scrambler 518-08 L1 - 1967 
KS50 SS TT 530-50L0  - 1977
KS50 Sport 530-51L0 - 1977
GTS50 517-40L0 - 1974
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#14
Könnte man bestimmt noch etwas glättem und silber anspritzen!
Sieht aber so schon wieder ganz gut aus und es kommt kein Wasser
mehr an die Zündung.


Gruß: Alex


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#15
Moin,
diese ganzen Reperaturen gehen mit Alulot doch ganz einfach. Smiley Kleiner Bunsenbrenner
mit ca. 380 Grad . Werkstück erhitzen,Klein bisckem Lot verlaufen lassen,auf beiden 
Seiten verstreichen,fertig. Dad ganze ist sehr zugfest,kaputte Gewinde in Gehäuse
brüche usw. kein Problem mehr. Auch sacklöcher schliessen damit ideal. 

Das Stück dort hab ich selber auf der Messe in Bremen dort gemacht. Zuhause 
klappte es genauso gut. leider ist solch Lot extrem teuer,meter ca 40 Euro. 
Aber jeden Cent  wert.Werd demnächst damit mal abgeb.Rippen wieder 
anbringen,wenn es wärmer wird. Thank_you

bis denne  franx


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GTS 50  517/40                    
GTS 50 5speed
KS 80 TT  special                
RD350 LC + 31K 
TY50 Trial
2x RD50M
und mehr....
back to the roots....
www.zündappforum.de  Cheers
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#16
Habe noch einen 4 Gang mit dem selben Ausbruch, könntest du mir den reparieren?
Hält es gut ?
Gruß niklas
Meine Sammlung :
Zündapp Sport Combinette 515-004 BJ 1964
Zündapp Sport Combinette 515-004 BJ 1964
Zündapp Bergsteiger M50 BJ 1975 Blau
Zündapp Bergsteiger M50 BJ 1965 Monza Rot
Zündapp Bergsteiger M50 BJ 1970 Racing Rot 70ccm
Zündapp Bergsteiger M50 BJ 1972 Gold
Zündapp Bergsteiger M50 BASF 1969 Nato Oliv
Zündapp KS 50 Super BJ 1964 
Zündapp C50 Sport 517-021 BJ 1972
Zündapp C50 Sport 517- 021 BJ 1967 
Adler M100 BJ 1951
Rabeneick LS175 BJ 1951
NSU Fox 101 OSB BJ 1952
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#17
Hi, habe vor kurzem mal eine alte motorhälfte in die Hände bekommen (kernschrott) und hab es mit meiner wig Anlage bearbeitet.
Die von Zündapp verwendete Legierung ist sehr gut schweißbar, mit zusatzwerkstoff mit höherem Silizium Anteil.
Falls da Interesse besteht, ich könnte!
Wer Mauern einreißen will sollte raus gehen, sonst fällt ihn die Decke auf den Kopf!
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#18
Ich nehme auch gern das WIG Schweißgerät, aber dass die von Zündapp verwendeten Legierungen unproblematisch sind kann ich nicht bestätigen: geht mal gut und mal nicht, streut stark.
Nehme übrigens ALSi12 1,6mm Zuschlag.

Franx Alulot würde mich interessieren. Habe auch schon sog. Reiblot probiert: wenn man das Bauteil auf die erforderlichen > 400°C gebracht hat, kann man das aufbringen und unter reiben z.B. mittels Schraubendreher die drunter liegende Oxidschicht aufbrechen und mit dem Lot verbinden. Hält sehr gut, aber die hohe Verarbeitungstemperatur ist kritisch. Bis zur Bauteilschmelze (Alu ca 660°C) ist es nicht weit ...
Geht dein Lot ohne reiben? Wie bricht es die Oxidschicht auf?

Gruß Wulf
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#19
Ich hab mich auch mal an einem Zylinder einer KS80 versucht.
In den Ausbruch habe ich jeweils zwei bzw. drei 2mm Löcher gebohrt und Metallstifte rein gemacht.
Bin mit dem Ergebnis zufrieden.


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Möge die Macht mit dir sein

https://www.ks80.de
------------------------------------------------
KS80 WC        Typ 530-050
KS80 Touring  Typ 530-070
KS80 Super     Typ 537-010
KS80 WC        Typ 530-050 (MBV) im Aufbau
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#20
Thumbs Up 
Sehr guter Tipp, top.
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